Spinnen mit der Handspindel

Spinnen mit der Handspindel war von der Steinzeit bis zum ausgehenden Mittelalter die verbreitetste Methode, einen Faden herzustellen. Die einfachste Form war der sog. Spinnstock, ein Stab ohne Gewicht (Wirtel). Bei der Handspindel konnte der Wirtel aus Materialien wie Ton, Holz, Stein, Blei, Knochen bestehen.
Die Fortentwicklung waren die Spindelräder, bei denen das Schwungrad mit der Hand gedreht wurde (12./13. JH). Das pedalbetriebene Spinnrad und die Flügelspindel wurden erst in der Neuzeit erfunden. Spinnräder setzten sich aber nur langsam durch, da sie lediglich stationär betrieben werden konnten, und die Qualität des Fadens als minderwertig betrachtet wurde.
Versponnen wurden Materialien wie Wolle, Flachs (Leinen), Baumwolle, Seide.

sog. Kardband aus Wolle Spinnmaterial (Baumwolle) Rohwolle

Zuletzt aktualisiert am 06.08.2005