Korbflechten war im Mittelalter meist eine bäuerliche Winterarbeit. Die einjährigen Schößlinge wurden in der kalten Jahreszeit geschnitten und zu Gebrauchsgegenständen wie Körben, Wiegen oder Kiepen verarbeitet. An Werkzeug wird neben einem Messer und einem Pfriem oft nur noch ein Schlageisen benutzt. Außer Weiden wurden auch andere Materialien wie Waldrebe, Schilf und Holzspäne verwendet. Für feinere Arbeiten werden die Ruten mit einem Rutenspalter gespalten und mit einem Hobel geglättet. Im Allgemeinen wird aus einem Kreuz heraus der Boden geflochten, der dann die Staken für den Rumpf hält. Selbst Schilde wurden oft am Vorabend der Schlacht noch aus frisch geschlagenen, dicken Weidenruten geflochten.


Zuletzt aktualisiert am 06.08.2005