Stahl, Stein und Zunder waren bis Anfang des 20. Jahrhunderts die verbreitetste Art, ein Feuer zu machen. Diese jahrtausendealte Methode wurde nur langsam vom Streichholz (ab 1848) und Feuerzeug (ca. 1900) abgelöst. Der kohlenstoffhaltige Stahl wird an der Kante eines Silexsteins entlang geschlagen. Die glühenden Metallspäne landen auf dem Zunder, der dadurch Feuer fängt. Der Zunder ist in Salpeter getränkt, um die Entflammbarkeit zu erhöhen. Verwendet wurden im Mittelalter Rohrkolbensamen und Birkenrinde, vor allem aber die Lederschicht des echten Zunderschwamms. Um sich die aufwendige Prozedur des Feuermachens zu ersparen, wurde oft die Glut durch eine Gluthaube o.ä. vor dem Ausgehen bewahrt.


Zuletzt aktualisiert am 06.08.2005