Küchendisplay Gewürzdosen 15. JH

Gewürze dienten im Mittelalter genau wie heute zur Verfeinerung von Speisen. Heute gängige Gewürze wie Nelken, Muskat, Zimt und vor allem Pfeffer kamen von weit her und wurden mit Gold aufgewogen. Selbst Salz, von dem große Mengen zur Konservierung leicht verderblicher Lebensmittel benötigt wurden, war durch die energieintensive Herstellung teuer. Rohrzucker aus dem Mittelmeerraum war ebenfalls sehr geschätzt. Durch den hohen Wert der Gewürze wurden sie auch zur Darstellung persönlichen Reichtums genutzt und entsprechend verschwenderisch verwendet. Bürger und Bauer hingegen mußten auf minderwertige Sorten wie Stangenpfeffer oder einheimische Würzpflanzen wie Liebstöckel ausweichen.


Zuletzt aktualisiert am 06.08.2005